und Zahlen und Fakten zur Ostsee

Die Ostsee um Rügen

Die Insel Rügen ist zwar ganz vom Wasser der Ostsee umschlungen, jedoch haben die Buchten und Flachwasserzonen oft Eigennamen.

Ganz im Norden, südöstlich vom Kap Arkona, öffnet sich die weite Bucht der Tromper Wiek bis an die Halbinsel Jasmund.
Südlich von Sassnitz bis an die Granitz liegt langgestreckt die Prorer Wiek.
Diese beiden Buchten säumen durchgehend die schönsten Badestrände der Insel Rügen.

Hinter dem Nordperd bei Göhren beginnt in südlicher Richtung der Greifswalder Bodden, der die Halbinsel Mönchgut mit ihren östlichen Meeresbuchten bis zum Reddevitzer Höft umschlingt und dann südlich an der Insel Vilm vorbei, wieder bei Altkamp an die Küste trifft , die Halbinsel Zudar umschließt und bis an die Prosnitzer Schanze bei Gustow reicht.

Im Süden vom Mönchgut finden wir zwischen Thiessow und Gross Zicker den Zicker See und westlich davon die Kaming.
Zwischen Groß Zicker und dem Höft liegt die Hagensche Wiek, nördlich vom Höft die Having und westlich bis Putbus der Rügische Bodden im Norden mit der Stresower Bucht, westlich der Wreecher See.

Die Halbinsel Zudar schließt nordöstlich die Schoritzer Wiek, westlich die Glewitzer Wiek ab.

Im Südwesten wird Rügen durch den Strelasund vom Festland getrennt. An der Halbinsel Drigge finden wir östlich die Gustower Wiek. Die nordwestlich gelegene Wamper Wiek ist Deutschlands größte Spülfläche und heute überwiegend trocken gelegt.

Im Südwesten folgt der Kubitzer Bodden.
Zwischen Rügen und Ummanz liegen von Süd nach Nord die Breite, Varbelvitzer Bodden, Koselower See und Udarser Wiek.
Zwischen Rügen und Hiddensee dann der Schaproder Bodden, Trog, Vitter Bodden und Libben.

Mit der Rassower Bucht geht es dann in die Binnengewässer der Insel Rügen. Zwischen Bug und Fährort der Rassower Strom mit Buger Bodden und im Norden den Wieker Bodden.
Am Fährort westlich der Breetzer Bodden mit der südlich gelegenen Neuendorfer Wiek, im Norden der Breeger Bodden und südöstlich der Große Jasmunder Bodden mit dem Tetzitzer See und den Mittelsee und Spyker See im Norden. Südlich von Lietzow der Kleine Jasmunder Bodden, schließt die Binnengewässer ab, die jedoch alle natürlich mit der Ostsee verbunden sind.

Diese stark verzweigten und eingebuchteten Gewässer bescheren Rügen eine Küstenlänge von ca. 574 Kilometern.

Küstenansichten von Rügen

finden Sie unter Panoramabilder von Rügen - Die Insel Rügen von der Seeseite .
 

Zahlen und Fakten zur Ostsee

Die Ostsee ist ein erdgeschichtlich junges Meer. Sie wurde überwiegend durch die skandinavischen Gletscher der Eiszeit geformt und ist erst nach deren Abtauen entstanden.

Sie hat eine Fläche von 412.560 km² und ein Volumen von 21.631 km³, was etwa der Hälfte der Nordsee entspricht.
Durch den Binnenmeercharakter, sie ist nur nördlich von Dänemark mit der Nordsee verbunden, beträgt der Salzgehalt zwischen 0,3 bis zu 2,5 Prozent.
Die durchschnittliche Oberflächentemperatur des Wassers beträgt zwischen 9,5 im Süden und 6,2 Grad im Norden.
Badetemperaturen im Sommer um Rügen ca. 18 bis 24 Grad.
Die maximale Tiefe beträgt im Landsorttief, nördlich von Gotland, 459 Meter, die mittlere Tiefe beträgt 52 Meter.

Die Wasserzufuhr durch Flüsse beträgt durchschnittlich 440 km³ pro Jahr.
Hinzu kommt ein jährlicher durchschnittlicher Niederschlag von 225 km³.
Dem steht eine durchschnittliche Verdunstung von 185 km³ pro Jahr gegenüber.
Somit werden rechnerisch 480 km³ pro Jahr um Dänemark herum in die Nordsee ausgespült.

Die Ostsee ist ein viel befahrenes Meer. Nördlich von Rügen liegt eine der gefährlichen Engpässe in diesem Flachwassermeer, die Kadettrinne.

Wie viele Meere, wird auch die Ostsee überfisch, sodass die meisten Fischbestände durch Quotenfänge geschützt werden müssen.
Hinzu kommt noch, dass hauptsächlich durch Düngereintrag Tiefwasserzonen sauerstoffarm werden und damit die Fische wichtige Lebensräume verlieren. Diese sogenannten Todeszonen wachsen rasant und verdoppeln sich von der Fläche alle 10 Jahre.